Die wichtigsten Gartenarbeiten

Da alle Mitglieder den Gartenratgeber für Mai, Juni, Juli und August erhalten und dort alle Tipps nachlesen können, werden sie hier erst wieder ab September stehen.


Wildobst

Zusammenfassung des Vortrags vom 14. Februar 2019

von Rosemarie Treml

Der folgende Text erhebt nicht Anspruch auf Vollständigkeit, sondern was ich interessant fand.

Allgemeines:

  • Wildobst schaut zu jeder Jahreszeit gut aus (Blüten, Früchte, Zweige/Blätter im Herbst/Winter)
  • lockt viele Insekten und Vögel an
  • hat oft wenig Fruchtfleisch, dafür einen großen Kern, aber
  • es gibt mittlerweile viele Kultursorten (mit mehr Fruchtfleisch)
  • viele Wildobstsorten sind heute züchterisch bearbeitet
  • wenn man Gelee zubereitet, ist es egal

Verschiedene Wildobstsorten:

  • Mini-Kiwi: männlich und weibliche Pflanze im 1m Abstand pflanzen, kräftig zurückschneiden nach der Blüte
    (Hinweis: Mini-Kiwi Weiki oder Strahlengriffel sind kein Wildobst sondern spezielle Züchtungen für unser Klima)
  • Kupfer-Felsenbirne: schöne Blattfärbung, Früchte trocknen als Rosinenersatz (immer unten schneiden)
  • Apfelbeere (wird für rote Farbe in Säften genommen)
  • Schein-/Zierquitte: sehr stachelig, aber toller Duft (es gibt auch schon Züchtungen ohne Stacheln)
  • Kornellkirsche (blühend wie Forsythie), sehr robust, geeignet für Gelee (nicht wilde Sorten haben mehr Fruchtfleisch)
  • Sanddorn: viele Vitamine
  • Maibeere/blaue Honigbeere: kleine Früchte, wächst auch unter Haselnuss, ähnlich Heidelbeere, braucht aber keinen besonderen sauren Boden
    (sie ist die erste Beere im Gärtnerjahr, braucht deshalb einen geschützten Platz, sonst kann es zu Erfrierungen kommen)
  • Zierapfel: ist ein Befruchter, Bäume bringen höheren Ertrag, enthält mehr Pektin
  • Kirschpflaume: gibt es in vielen Größen und Farben (leider sehr fester großer Stein)
  • Schlehe (sehr geeignet für Gelee)
  • Fruchtrosen (gibt es ganz viele verschiedene Sorten)
  • Holunder: („Die Apotheke des Einödbauern), Saft, Gelee... (es gibt auch Kultursorten)
  • Mährische Eberesche (kandiert sehr lecker)
  • Indianerbanane (was anderes, sieht schön aus, muss man selber bestäuben, wenn man Früchte haben will)


Der bienenfreundliche Garten

Zusammenfassung des Vortrags der Herbstversammlung 2015

von Rosemarie Treml

Bienen benötigen von Frühjahr bis zum Herbst „Blühendes“, auch im Juli und August, dem sog. „Sommerloch“ nach der Obstblüte.
Bienen bestäuben täglich nur eine Sorte, deshalb bringt von Bienen bestäubtes Obst einen höheren Ertrag, hat eine schönere Form und einen besseren Geschmack.

Für den bienenfreundlichen Garten sind besonders empfehlenswert:

Pflanzen:

  • Krokus, Winterling, Schneeglöckchen
  • Märzenbecher, Lungenkraut, Dotterblume, Frühlingsaster
  • Löwenzahn, Raps
  • Pfingstrose (offen, nicht gefüllt)
  • Glockenblume, Braunelle, Vergissmeinnicht, Küchenschelle, Hamamelis
  • Schafgarbe, Indianernessel, Katzenminze
  • Storchenschnabel, Rose, Stockrose
  • Malve, Ringelblume, Cosmehen
  • Ziest,Kugeldistel
  • Sommeraster, Bartblume
  • Mohn, Wegerich, Mädesüß
  • Sonnenblume (offene Blüte, nicht gefüllt
  • Helenium-Arten
  • Tagetes, Sonnenhut, Sonnenblume, Je länger je lieber
  • Borretsch, Kornblume
  • Herbstaster
  • Heidearten, Efeu

mehrjährige Stauden:

  • Silberkerze, Dahlie, Chrysantheme (offene Blüten)
  • Brandkraut, Fetthenne

Kräuter (Lippenblütler):

  • Salbei, Thymian, Ysop, Lavendel
  • Oregano, Zitronenmelisse

Kulturpflanzen:

  • Fenchel, Dill, Malve, Gurke, Kürbis, Kohlarten, Lauch, Rauke
  • Wolfsmilch, Lein, Flachs, Bohnen, Phacelie

Sträucher und Bäume:

  • Himbeere, Brombeere, Weide Fingerstrauch, Weißdorn, Berberitze
  • Kornelkirsche, Weide, Hasel
  • Kirschbaum, Apfelbaum, Rosengewächse
  • Zwetschge, Birne, Aprikose
  • Ahorn, Robinie
  • Essigbaum, Trompetenbaum

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hier noch einige weitere allgemeine Tipps:

  • Wiesen stehenlassen, erst abends mähen
  • Wildblumenwiese statt Einheitsrasen
  • im Hochsommer eine Vogeltränke aufstellen
  • Gemüse, z.B. Salat oder Grünkohl auch einmal ausblühen lassen
  • alte Sorten pflanzen
  • offene Blüten (keine geschlossenen Blüten), z.B. Sonnenblume, Pfingstrose, Chrysantheme
  • biologisches Saatgut verwenden
  • keine Forsythien pflanzen
  • keine Hybriden säen / pflanzen

Merkblätter des Landesverbandes

Bitte beachten Sie auch die zahlreichen Merkblätter des Landesverbandes mit zahlreichen Informationen, Tipps und Empfehlungen.